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Videokonferenztechnik

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Videokonferenztechnik Projektbetreuung

Bei der Auswahl des richtigen Videokonferenzsystems sind eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen. Die wichtigsten Punkte sind:

Mit wie viele Standorten möchten Sie gleichzeitig kommunizieren?

Point-to-Point oder Multipoint. Hiervon hängt die Auswahl der Technik ab. Integrierte Multipoint-Bridges erlauben die Kommunikation von 4 Standorten. Externe MCUs erlauben die Verknüpfung von mehreren Standorten. Dieser Features können bei temporärem Bedarf auch pro Schaltung extern angemietet werden.

Wie viele Mitarbeiter sollen an einer Konferenz pro Standort teilnehmen?

Die Gestaltung des Videokonferenzraumes und die technische Ausstattung hängt stark von der Anzahl der Teilnehmer ab. Es bestimmt die Anzahl der Kameras und der Monitore sowie die Ausstattung der Audioanlage.

Welche Übertragungsdienste stehen mit welchen Bandbreiten zur Verfügung?

Das ISDN-Netz ist in fast allen Industrieländern verfügbar. Ein So-Anschluss bietet eine Datentransferrate von 128kbit/s. Es können mehrere So-Anschlüsse gleichzeitig verwendet werden. Alternativ bietet sich das Internet an. Egal ob LAN oder WAN, es wird hier keine zeitstabile Übertragung garantiert. Somit ist für Videokonferenzen in guter Qualität eine hohe Bandbreite mit ausreichend Reserve erforderlich. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass das schwächste Glied die Qualität bestimmt. Für die Kommunikation zwischen ISDN und IP-Netzwerk ist ein Gateway erforderlich.

Wieso ist die Qualität der Komprimierung und Dekomprimierung so wichtig?

Ein PAL-Videosignal hat 50 Halbbilder pro Sekunde, etwa 575 sichtbare Zeilen und 16,7 Mio Farben. Für die unkomprimierte Übertragung wird somit eine Datentransferrate von 180 Mbit/s benötigt. Dienste mit hohen Datentransferraten sind aber teuer und nur selten verfügbar. Die Lösung heißt Komprimierung vor der Versendung und Dekomprimierung nach Ankunft des Videosignals. Die Qualität eines Videokonferenzsystems hängt wesentlich von dieser Komprimierung ab. Bei der Komprimierung dürfen keine relevanten Informationen verloren gehen – sie muss in Echtzeit erfolgen.

Die Lippensynchronität muss gewahrt bleiben und das System muss mit Produkten anderer Hersteller kompatibel sein. Dazu wurden diverse Standards geschaffen. Die wichtigsten sind: H.320 (Zusammenfassung der folgenden Standards, für die Verbindungen im ISDN), H.323 (Videokonferenzstandard für die Verbindung über paketbasierende Netze im LAN oder WAN/Internet), H.261, H.263, H264, H264+ (Komprimierung des Videosignals), H.281 (Far-End-Camera-Control), H.243 (Kommunikationsaufbau bei Multipoint), H.233 (Verschlüsselung), H.221 (Rahmenstruktur), G.722 (7 kHz Audiobandbreite), G.711 (3,4 kHz Audiobandbreite), G.728 (Komprimierung des Tons auf 16kbit/s) und T.120 (Datenkommunikation).

Die qualitative Beurteilung eines Videobildes hängt von der Auflösung CIF (352x288 Pixel) oder Quarter-CIF (176 x 144 Pixel), der Anzahl der übertragenen Bilder pro Sekunde und der Farbtiefe ab. Bei einer Komprimierung um mehr als den Faktor 1000 sind aber qualitative Einbußen unumgänglich. Neue Systeme arbeiten bereits mit hochauflösenden Videobildern, diese benötigen aber höhere Datentransferraten.